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Duftwelten

Wir lassen uns umhüllen

Das Zürcher Forum der Religionen lädt ein zu seiner Veranstaltungsreihe Duftwelten. An fünf Abenden bietet sich die Gelegenheit, Räucherwerk und Kerzenduft und Essenzen  unterschiedlichster Art zu riechen und zu erleben. Vorträge ermöglichen die Düfte in der jeweiligen Glaubenswelt zu verorten.
Jeder Gastgeber wird aufzeigen, wie seine Religion den Duftsinn anspricht; sei es mit einer duftenden Badezeremonie, mit Rauchopfergaben, mit Weihrauch und Kerzen, Gewürzen und Parfüm oder eben mit der schieren Absenz von Düften.
Die Veranstaltungen sind kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Der Flyer als PDF / Flyer zum Verlinken auf Facebook gibt Ihnen einen Überblick zu den verschiedenen Veranstaltungen.
Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie ausserdem in der Rubrik Termine. Die Veranstaltungstermine lassen sich als iCal und vCal in Ihre Agenda importieren.

Die Veranstaltungen im Überblick:



Duft im Zeichen der Erinnerung. Zwischen gewählter Abstinenz und wöchentlichem Ritual
18. März 2015, 19.00 Uhr, Jüdische Liberale Gemeinde
Or Chadasch
Mit der Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahr 70 u.Z. fanden die Räucheropfer ein Ende. In Gedenken an diesen kulturellen Einschnitt wird im Judentum sparsam mit den Düften umgegangen. Der Rabbiner Ruven Bar-Ephraïm beleuchtet die wenigen Momente, in denen Düfte zum Tragen kommen. So wird z.B. am Ende des Schabbats an einem Gewürzbehälter gerochen.

 


Wenn Götter in Milch und Honig baden. Eine hinduistische Badezeremonie
21. Mai 2015, 18.30 Uhr; Sri Sivasubramaniar Tempel in Adliswil

An Festtagen werden Götterstatuen mit verschiedenen Substanzen übergossen. Abhisheka heisst diese Badezeremonie, die zur Freude der Götter abgehalten wird, und bei der Milch, Joghurt, Butterfett, Zuckerwasser und Honig Verwendung finden. Danach werden die Götterstatuen mit Girlanden aus reifen Früchten und wohlduftenden Blumen geschmückt. Gemeinsam werden wir an einer solchen Zeremonie teilnehmen.

 


Rauchopfergabe – im Kloster und zu Hause. Ein Mittel zur energetischen Reinigung
26. Juni 2015, 19.30 Uhr, Kulturzentrum Songtsen House

Beim Eingang eines tibetischen Klosters, auf den Bergen, auf Hausdächern sowie auf dem Hausaltar werden Rauchopfergaben dargeboten. Bezweckt wird mit dem Verbrennen von Räucherwerk die Anrufung der Götter um Schutz vor negativen Einflüssen. Der Abt des Klösterlichen Tibet Instituts wird verschiedene Räucherrituale erklären, während Dechen Kaning vom Songtsen House einen Einblick in ihren privaten Altarraum gewährt.

 


„Aufsteige mein Gebet wie Räucherwerk“ (Ps 141,1). Die Verwendung von Weihrauch
19. August 2015, 19.00 Uhr, Serbisch-orthodoxe Kirche Maria Entschlafen in Schwamendingen

Kein Gottesdienst in einer orthodoxen Kirche kommt ohne Weihrauch und Kerzen aus. Beides ist integraler Bestandteil der Liturgie. Doch auch im privaten Kreis findet Weihrauch verschiedene Verwendungen. Am Beispiel des Festes zu Ehren des Familienpatrons wird uns Pater Branimir Petkovic erläutern, warum Weihrauch und Kerzen, aber auch ein fein duftender Kuchen an diesem Familienfest nicht fehlen dürfen.

 


Düfte auf dem Lebensweg. Anlässlich der Ereignisse Hochzeit – Pilgerreise – Tod
3. September 2015, 19.00 Uhr, Mimar Sinan Moschee

Spezifische Düfte markieren die Wendpunkte im Leben von Muslimen. Je nach Land kommen dabei andere Duftträger zum Einsatz. So bringen die Pilger z.B. Parfüm für die Daheimgebliebenen aus Saudi-Arabien mit nach Hause. In der Südwesttürkei findet bei der Hochzeitsfeier eine Gewürznelkenkette Verwendung. Diesen räumlichen Unterschieden geht die Islamwissenschaftlerin Dilek Ucak Ekinci mit Unterstützung zweier Imame nach.