Religionsoffener Gottesdienst
Erlebnisbericht zur Veranstaltung im Rahmen der «Woche der Religionen» 2025 in der Kirche Enge
9. November 2025, Mirjam Läubli, Geschäftsstelle Zürcher Forum der Religionen
Am späten Samstagnachmittag lud Brahma Kumaris im Rahmen der Woche der Religionen zu einer stillen und besinnlichen Begegnung ein. Zwar fanden sich nur vier Teilnehmende ein, doch entstand eine sehr persönliche, offene Atmosphäre.
Bereits am Eingang begrüsste eine farbenfrohe Flagge die Gäste. Einer der Teilnehmenden freute sich besonders darüber. Sie erinnerte ihn an seine Kindheit in Indien, wo viele spirituelle Gemeinschaften eigene Fahnen führen.
Zu Beginn leitete Ursula Breuss eine kurze freiwillige Achtsamkeitsübung an und sprach anschliessend über die Bedeutung des Baumes als spirituelles Symbol: Ein Baum steht in vielen Kulturen für Leben, Wachstum, Stärke und Verbundenheit. Er nährt sich aus der Erde, strebt dem Himmel entgegen und schenkt anderen Lebewesen Schutz und Kraft. Auch in der Religion, so Ursula Breuss, verbindet der Baum das Irdische mit dem Göttlichen.
Kaser Alasaad und Ruven Bar Ephraïm rezitierten aus ihren heiligen Schriften, und zusammen mit Jacqueline Sonego Mettner zündeten sie drei grosse Kerzen als Symbole der Zuversicht an. An diesen durften dann alle Anwesenden eine kleine Kerze entzünden, und aus den vielen Flammen entstand ein kleines Lichtermeer der Hoffnung.
Die Feier wurde vom Chor «Schir Chadasch» der Jüdisch Liberalen Gemeinde sowie vom Klezmer-Ensemble «Bendorim» musikalisch umrahmt, und die Klänge sorgten für Momente der Besinnlichkeit und Innigkeit. Zum Abschluss waren alle zu einem koscheren Apéro mit Bagels eingeladen, bei dem Gespräche geführt und Gedanken ausgetauscht wurden.
