Mahabharata
Erlebnisbericht zur Veranstaltung im Rahmen der «Woche der Religionen» 2025 in der Predigerkirche
15. November 2025, Satish Joshi, Schweizerischer Dachverband für Hinduismus SDH
Mahabharata ist eine der grossen Erzählungen des alten Indiens – jenes Landes, das einst Bharat hiess. Es stammt aus einer Zeit lange vor Griechen und Römern.
Gemeinsam mit dem zweiten indischen Epos, dem Ramayana, gehört es nicht nur zur Weltliteratur, sondern eigentlich zum kulturellen Welterbe der Menschheit.
Die vielschichtige Geschichte einer weit verzweigten Königsfamilie – voller Kinder, Verbündeter, Rivalen und Freundinnen mit ganz unterschiedlichen Charakteren – wurde an diesem Abend in der Predigerkirche in rund 15 Szenen lebendig. Etwa zwei Dutzend Darstellende, begleitet von zwei Musikerinnen und einem Technikteam, brachten das Epos mit beeindruckender Hingabe auf die Bühne.
Guido von Arx von Gita Productions trägt das Mahabharata seit rund zehn Jahren mit grossem Herzblut ins Publikum; viele der Mitwirkenden sind Amateur*innen, die in liebevoll gestalteten indisch inspirierten Kostümen auftreten.
Der Auftakt mit den kraftvoll marschierenden Kriegern berührte sofort. Nach gut zwei Stunden traten die Darsteller*innen erneut auf – diesmal in ziviler Kleidung – und gaben persönliche Einblicke in ihre Beziehung zur Geschichte. Hier hätten Mikrofone die Wirkung noch verstärkt. Die Pause bot Gelegenheit, sich mit heissem Tee oder Punsch gegen die Kälte zu wärmen.
Rund 150 Besucher*innen liessen sich an diesem Abend von der Welt des Mahabharata verzaubern – von zeitlosen Themen wie Freundschaft, Verrat, Mut, Weisheit und der Suche nach Gerechtigkeit.
