«Die Farbe von Wasser» von James McBride
Interreligiöse Lesung und Diskussion und Ausstellung «Starke Frauen»
Erlebnisbericht zur Veranstaltung im Rahmen der «Woche der Religionen» 2024 im Sera Buchclub
8. November 2024, Cemile Ivedi, Geschäftsstelle Zürcher Forum der Religionen
In den Räumlichkeiten der SERA-Stiftung, die zur Hizmet-Bewegung gehört, versammelten sich am Abend des 8. Novembers 2024 rund 15 Personen zu einer interreligiösen Lesung. Gastgeber war der SERA-Buchclub der Stiftung, der sich alle zwei Monate trifft, um ein zuvor gelesenes Buch gemeinsam zu besprechen. Dieses Mal fiel das Treffen in die WdR und widmete sich James McBrides Werk «Die Farbe von Wasser». Der Autor erzählt in diesem Buch die Biografie seiner Mutter, einer polnischen Jüdin, die als Kind mit ihrer Familie in die Vereinigten Staaten von Amerika flüchtet. Bereits im Alter von siebzehn Jahren verlässt sie ihr Elternhaus und heiratet in New York einen Schwarzen und konvertiert zum Christentum.
Nach einer herzlichen Begrüssung und Vorstellungsrunde durch die drei Gastgeberinnen Kıymet Işık, Beyza Kılıç und Berfin Xaaji wurde die Bedeutung von Respekt und Offenheit gegenüber anderen religiösen Traditionen betont. Anschliessend gaben die Gesprächsleiterinnen eine kurze Einführung in das Werk und erläuterten die historischen Hintergründe, in denen die Biografie angesiedelt ist. Daraufhin begann eine lebhafte Diskussion, in der zentrale Themen wie Gender, Identität, Religion und Rassismus intensiv beleuchtet wurden. Die Gastgeberinnen leiteten das Gespräch mit gezielten Fragen, die die Teilnehmenden zum Nachdenken und Austausch anregten. Die Diskussion war geprägt von regem Interesse und aktiver Beteiligung aller Anwesenden.
Nach einer gewissen Zeit beendeten die Gesprächsleiterinnen die Diskussion und luden die Teilnehmenden zu einem liebevoll vorbereiteten Apéro ein. Dort wurde auch auf die Ausstellung «Starke Frauen» hingewiesen, die von Beyza Kılıç vorbereitete Porträts von etwa 20 Frauen präsentierte – darunter Persönlichkeiten wie Sophie Scholl und Malala Yousafzai –, die trotz Widerständen Herausragendes für die Gesellschaft geleistet haben.
Der Abend klang in lockerer Atmosphäre aus, während die Gespräche bei der Ausstellung und während des Apéros fortgesetzt wurden.
