Gemeinsame Friedensgebete um das Feuer
Erlebnisbericht zur Veranstaltung im Rahmen der «Woche der Religionen» 2024 auf dem Kirchenplatz der Kirche Maria-Lourdes in Zürich-Seebach
4. November 2024, Cemile Ivedi, Geschäftsstelle Zürcher Forum der Religionen
Am 4. November 2024 versammelten sich etwa 35 Personen mit unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten – evangelische, jüdische, katholische, muslimische, reformierte sowie konfessionslose Menschen – auf dem Platz vor der katholischen Kirche Maria Lourdes in Zürich-Seebach, um gemeinsam für den Frieden zu beten. Eingeladen hatten Hasan Taner Hatipoğlu, Präsident der SERA-Stiftung, Raffaela Turchi-Gazzola von der reformierten Kirche Hirzenbach, Martin Piller, Pfarrer der Kirche Maria Lourdes, und Olivier Tezgören von der evangelikalen Vineyard-Bewegung.
Pfarrer Martin Piller eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüssung und forderte die Anwesenden dazu auf, ihre Religionszugehörigkeit mitzuteilen und zu erklären, was Frieden für sie persönlich bedeutet. Anschliessend erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ein zuvor ausgeteiltes Holz-stück ins Feuer zu werfen, um so symbolisch das Friedensfeuer am Brennen zu erhalten.
Im Anschluss lud Martin Piller zum Beten ein. Nacheinander sprachen Ruven Bar Ephraïm, Rabbiner der Jüdischen Liberalen Gemeinde Or Chadasch, Raffaela Turchi-Gazzola, Hasan Taner Hatipoğlu und Olivier Tezgören ein Friedensgebet. Um die konfessionslosen Teilnehmenden einzubinden, fragte Martin Piller auch eine Frau ohne religiöse Bindung, ob sie ein Gebet nach ihren eigenen Vorstellungen sprechen wolle. Sie lehnte dies jedoch freundlich ab.
Für einen besonderen Moment sorgte Olivier Tezgören, der einen Mann mit Alphorn eingeladen hatte, der auf der Treppe der Kirche den traditionellen Alpsegen spielte und so eine feierliche Atmosphäre schuf.
Der Abend klang bei Tee und Kuchen aus, wobei die Teilnehmenden die Gelegenheit nutzten, sich auszutauschen und die Begegnung in einer friedlichen Atmosphäre ausklingen zu lassen.
