Die Bahá’í-Prinzipien
Erlebnisbericht zur Veranstaltung im Rahmen der «Woche der Religionen» 2025
11. November 2025, Marc Bundi, reformierte Kirche Kanton Zürich
Auf Einladung der Bahá’í-Gemeinde in der Stadt Zürich versammelten sich im Hottingersaal rund 30 Personen für eine Erkundung der Bahá’í-Prinzipien. Gestaltet wurde der Abend von drei Frauen aus der Zürcher Bahá’í-Gemeinde. Nach der Begrüssung durch Nadja Kropf-Schild gab Beatrice Renker einen kurzen Abriss über die Geschichte der Bahá’í-Religion, die 1844 im iranischen Shiraz mit der Offenbarung von Siyyid Ali-Muhammad, genannt «Báb», begann. Eigentlicher Stifter der Religion ist Mirza Husayn-Ali Nuri (Baháʾulláh), der vom Báb verheissene Gottgesandte. Seine Lehren bilden die Grundlage der Bahá’í-Religion.
In einem zweiten Teil stellte Melanie de Visser die Prinzipien des Bahá’í-Glaubens vor, wozu die Einheit der Religionen, die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie die Einheit in der Vielfalt der Menschheit gehören. Ergänzend dazu ging Nadja Kropf-Schild auf die innere Organisation der Bahá’í ein. Es handelt sich um eine dezentrale Verwaltungsordnung mit gewählten und ernannten Institutionen. Auf internationaler Ebene fungiert das Universale Haus der Gerechtigkeit als zentrale Leitungsinstitution.
In einem dritten Teil lud Melanie de Visser ausgehend von einem Textabschnitt aus den Schriften Bahá’u’lláhs zu einer offenen Reflexion ein. Im Austausch wurde deutlich, dass der Text eine überkonfessionelle Friedensbotschaft enthält. Anschliessend bestand die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Imbisses auszutauschen und Fragen zu vertiefen. Der Abend bot einen eindrucksvollen Einblick in die Bahá’í-Religion.
