Filmvorführung «Wo ist Gott?»
Erlebnisbericht zur Veranstaltung im Rahmen der «Woche der Religionen» 2025 in der Paulus Akademie
13. November 2025, Mirjam Läubli, Geschäftsstelle Zürcher Forum der Religionen
Im grossen Saal der Paulus Akademie fanden sich am 13. November rund 60 Personen ein, um die Präsentation des Films «Wo ist Gott?» sowie das anschliessende Gespräch mit der Regisseurin des Films mitzuerleben. «Wo ist Gott?» porträtiert auf behutsame und poetische Weise vier Angehörige unterschiedlicher Religionstraditionen, denen gemeinsam ist, dass sie alle ihr Leben auf die Begegnung mit dem Transzendenten ausgerichtet haben. Eine katholische Nonne, eine buddhistische Zen-Meisterin, ein jüdischer Psychotherapeut und ein muslimischer Sufi-Meister lassen die Kamera und uns Zuschauer*innen ganz nah an sich heran und geben Einblick in ihren Alltag, in ihre religiöse Praxis und ihre spirituelle Suche. Dabei werden auch schwierige Themen nicht ausgespart, und dennoch wohnt dem Film eine zärtliche Leichtigkeit inne. Die schönen Bilder von Menschen, Landschaften und Tätigkeiten des alltäglichen Lebens lassen einen tief eintauchen und versetzen einen selbst in einen meditationsähnlichen Zustand.
Im anschliessenden Gespräch sprach die Regisseurin Sandra Gold darüber, dass, da über Gott als grösstes Geheimnis nicht gesprochen werden kann, es am ehesten möglich sei, sich ihm über poetische Bilder anzunähern. Dabei gelte es, demütig zu bleiben, da Bilder immer begrenzt sind. Die Erfahrung des Göttlichen könne über das Bild gestreift werden. Sie führte aus, dass bei allen vier Protagonist*innen sichtbar wird, dass die spirituelle Suche nie abgeschlossen sei und dass es darum gehe, das Licht, nach dem man strebt, in den Alltag hineinzuholen.
Der Anlass wurde von einem Apéro abgerundet, bei dem man sich über das Gesehene und Gehörte austauschen konnte.
