Achtsamkeit im Christentum und Islam
Erlebnisbericht zur Veranstaltung im Rahmen der «Woche der Religionen» 2025 in der Stiftung SERA
14. November 2025, Tobias Grimbacher, katholischen Kirche im Kanton Zürich
Achtsamkeit ist zuerst einmal eine Schnecke, die mit ihrem kleinen Haus über eine blaue Fläche kriecht, im Hintergrund eine grüne, helle Fläche. Dieses Bild erwartet uns bereits, als wir uns im grossen Konferenzraum der Stiftung SERA in Seebach versammeln, knapp vierzig Personen, quer durch alle Altersschichten. Nach der Begrüssung führen uns die Referentin vom Kulturverein Zürcher Oberland und der Referent von MEOS International in die Grundbegriffe der Achtsamkeit im Christentum und im Islam ein, es geht um Kontemplation und Herzensgebet, Murâkabe (innere Achtsamkeit) und Zikr als Erinnerung an Gott. Achtsamkeit ist ein besonderer Blick auf Gottes Schöpfung und ein wohltuendes Wiederholen; ich werde gesehen von Gott, bin geerdet und doch frei für andere Menschen, aber auch meiner eigenen Grenzen, meiner Endlichkeit bewusst. Später stellen wir im Austausch in Kleingruppen fest, dass sich unsere Eindrücke quer zu den Religionszugehörigkeiten mal ähneln und mal unterscheiden, dass uns also vieles verbindet und sicher nicht die Religionszugehörigkeit trennt. Nach zwei intensiven Stunden endet der Anlass mit einem Gebet, zu dem wir alle einen eigenen Satz beitragen können.
